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tapir

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Donnerstag, 30. August 2018, 19:20

Vorstellung ochs und junior Mondphase

Prolog:
Der besseren Übersichtlichkeit wegen habe ich diese Vorstellung in »Kapitel« (eigene Posts in diesem Thread) eingeteilt.
Ich hatte in der Wartezeit genügend Gelegenheit an dieser Vorstellung zu arbeiten, daher ist sie recht … umfangreich … geworden; ich hoffe einigen von Euch etwas Lesevergnügen zu bereiten, ansonsten einfach weiterklicken ;)

PostProlog 2:
Nun habe ich die Uhr schon ein, zwei Tage. Meine Begeisterung steigert sich weiter.
Das ungewöhnliche Gehäuse, das tolle Band, aber noch viel mehr die Dreidimensionalität des Zifferblattes, das wechselnde Spiel der Reflexionen und das Glitzern des Mondes … ich muss dauernd hingucken. :love:


Vorstellung:

Endlich mal wieder eine Neuvorstellung und schon wieder keine Sinn …

Schade eigentlich, da für mich mein derzeitiger persönlicher Favorit im Sinn-Programm mit dem EZM7S klar feststeht (oder doch die U1SE? oder wohl eher die UXS?)

Dennoch »mussten« alle Ressourcen in eine völlig andere Uhr (vielleicht ist dies meine Exit-Uhr; aber nicht etwa aufgrund der Eigenschaften, sondern aufgrund des Preises, haha) fließen – die aber interessanterweise ein paar klare Ähnlichkeiten mit Sinn aufweist:

Auch meine Neue ist von einem inhabergeführten Unternehmen, das auf eigene, nicht anderweitig in dieser Form erhältliche, Lösungen setzt.
Und dennoch eine ganz andere Uhr als meine (gerade mal zwei) Sinns.
Während Sinn auf Gehäusekompetenz und funktionale Zuverlässigkeit setzt, wird hier der Schwerpunkt auf clevere, mathematische Uhrmacherlösungen, Individualität und – ja – Ablesbarkeit (i. W. des Datums) gesetzt. Was wiederum ja an Sinn erinnert.

ochs und junior ist eine (sehr) kleine Firma, gegründet von Ludwig Oechslin, einem der bedeutendsten Uhrmachern unserer Zeit, und Beat Weinmann, einem erfahrenen Uhrenhändler, mit dem Ziel die innovativen Konstruktionen von Oechslin in einer eigenen Uhrenmarke auf den Markt zu bringen.
Oechslin ist Doktor der Physik, Philosoph und Uhrmacher und hat sich u. a. als Leiter Musée International d’Horlogerie“ (MIH) in La Chaux-de-Fonds, als Restaurator und — wohl am bekanntesten – mit seinen Konstruktionen für Ulysses Nardin (zusammen mit dem damaligen Besitzer Rolf W. Schnyder) einen Namen gemacht. (Ulysse Nardin ist übrigens auch Teilhaber von ochs und junior.)
Oechslin setzt dabei auf einfache Lösungen für komplexe Probleme, seine Konstruktionen vermeiden beispielsweise Federn und Hebel sondern setzen auf wartungsarme Zahnradsysteme und auf Einbeziehung des Zifferblattes in die Lösung. Aber auch Gehäuse, Bänder etc. folgen dieser Philosophie.
Swiss made und Transparenz sind weitere Werte, die ochs und junior besonders wichtig sind. Dabei passiert die Entwicklung intern, die Produktion ist wird größtenteils ganz bewusst über Partner erledigt. Mit sechs Mitarbeitern (Oechslin (R&D), Weinmann (CEO, Vertrieb, Disposition) einem IT-Mann und drei UhrmacherInnen) ist das ja auch kaum anders machbar;-)

Was fasziniert mich so an dieser Uhr?

So richtig sagen kann ich das gar nicht.
Aber schon seit vielen Jahren bin ich »an ihr dran« und nach dem Besuch in Luzern vor ein paar Jahren wurde es noch schlimmer.
http://www.sinn-uhrenforum.de/index.php?…zern#post116496

Ich versuche aber mal zu erklären, was mich so begeistert:

Exklusivität/Understatement:
Diese Uhr sieht man sehr selten bis nie, es gibt keine Werbung und keine Schaufenster-Anteile, niemand erkennt sie und es gibt auch so gut wie keinen Gebrauchtmarkt

Wert:
Was man hier erwirbt, ist das Produkt des vielleicht genialsten Uhrmachers unserer Zeit; was immer man liest und wo immer man hinschaut: wer sich mit Uhren befasst, wird immer über Ludwig Oechslin und seinen Beitrag zur Uhrmacherei stolpern; tatsächlich ist es mir viel »Wert« eines seiner Werke zu besitzen
Für die Auto-Freunde unter Euch:
https://www.ochsundjunior.swiss/de/rolls-royce/

Technik:
Keep It Super Simple: das benötigt außergewöhnliche Ideen und Talente, die Umsetzung ist dann genial einfach und zuverlässig;
heißt hier: eine der genauesten Mondphasen-Anzeigen am Markt mit nur fünf Teilen realisiert, darunter keine Hebel o. ä., nur wartungsarme Verzahnungen;
hierfür – und für das (aus jeder Entfernung ablesbare) Datum – wird das Zifferblatt als konstruktives Element mit genutzt

Design:
Form Follows Function: diese Uhren sind anders; aber nicht einfach um anders zu sein, sondern aus grundsätzlichen Überlegungen heraus und mir (das ist nun sehr individuell) gefällt auch das daraus resultierende Design;
oft wirkt »anders« ja etwas »gewollt«, das ist hier m. E. überhaupt nicht so
(In einem anderen Forum habe ich mal (sinngemäß) gelesen „ich kaufe doch keine Uhr für 8k€, die dann nach 50€ aussieht“; einerseits finde ich das überhaupt nicht, andererseits ist es mir auch schnurz. Dass diese Uhr aber nicht jedem gefällt ist klar und sehr verständlich.)

Konzept:
Jedes Detail, vom Werk über Gehäuse, Bandanstöße, Band, Schließe einerseits und Firmenphilosophie andererseits ist stimmig und mit den jeweils anderen Elementen »in sync«
Eine Kurzzusammenfassung gibt es hier; besonders interessant finde ich die »aktive« Einbeziehung des Zifferblattes in die Mond/Datums-Darstellung sowie die Gehäusefertigung:
https://www.ochsundjunior.swiss/watches/…ase/tech-specs/
https://www.watchtime.net/uhren/14-ungew…ondphasenuhren/


Portfolio:
Eine Mondphasenuhr wollte ich (obwohl sehr wenig esoterisch veranlagt) schon immer haben;
die Mondphasen-Komplikation gehört irgendwie (i. W. wohl durch Blancpain) zur Renaissance der mechanischen Uhr)

Individualität:
»Trotz« der o. g. Punkte kann jede Uhr extrem stark individualisiert werden


Warum habe ich meine Uhr genau so konfiguriert?
Ich habe gefühlte 500 Designs im Online-Konfigurator ausprobiert, nichts hat mir so richtig gefallen. Ich kann das offensichtlich einfach nicht wirklich gut.
Beurteilen ist ja sooo viel einfacher als selbst machen!
Vor Ort, mit Hilfe von Hr. Weinmann und meiner Designbeauftragten (im richtigen Leben Architektin und tollste Frau der Welt), habe ich mich für eine Gestaltung ausgesprochen, die das ochs und junior-Konzept verstärkt und auf aufgetragene Farben (obwohl sehr schöne zu Verfügung stehen) und Leuchtmasse verzichtet.
Alle Oberflächen sind roh resp. patiniert bzw. in das Material eingefräst.
Beim Patinieren können auch Farbtöne verändert werden, so geht der Himmel ins Blaue, die Sekundenscheibe (!; statt -Zeiger) ist in Anlehnung an die Himmelsscheibe von Nebra patiniert.
Um einen Stein in den Zen-Garten zu werfen, habe ich dann aber doch den kleinen Datumspunkt in meiner Lieblingsfarbe Orange gewählt.
Das Gehäuse ist ein 42mm, als Band habe ich das seltene Stör-Leder gewählt.
(s. auch separater Post zum Design)

Zu guter Letzt: der Preis!
8.500 € sind ein Haufen Geld.
Ein monströs großer Haufen Geld.
Besonders für eine Uhr mit einem 2824 plus einem Modul aus fünf Bauteilen.
Bei Sinn bekommt man dafür den EZM7S gleich drei Mal. Inklusive Härtung und Schwärzung, Spezial-Öl, Trockenhalte-Technik, Magnetfeldschutz und Drehring (plus die zweite Zeitzone).

Ich sehe ochs und junior aber »ganz vermessen« weniger im Vergleich zu Sinn, Rolex oder Omega, als vielmehr dreist in einer Gruppe mit Firmen wie Laurent Ferien Ressence oder F. P. Journe (oder Moser;-)). So betrachtet relativiert sich der Preis :D
Wer mehr über ochs und junior erfahren will sollte neben der Homepage (die viel umfangreicher ist, als es zuerst den Eindruck macht) auch Ludwig Öchslin googeln (ein Universalgelehrter, der bei seiner Preisverleihung der Fundation de la Haute Horlogerie (FHH) gerne mal als Ring eine Schlauchschelle trägt.).

(s. auch separater Post zum Preis)


Übrigens:
Meist ist die Genauigkeit des Mondphasen-Mechanismus 122,5 Tage. Auch bei sehr teuren Uhren.
Von Moser und ein paar anderen gibt es welche mit knapp über 1000 Jahren. Für das doppelte dessen, was die ochs und junior kosten (ok, dafür in Edelmetall).
Den Genauigkeits-Rekord hält ochs und junior nicht – vermutlich aber ganz locker, wenn mann die Genauigkeit und den Preis in’s Verhältnis setzen würde:
Bei der ochs und junior muss die Mondphase erst nach 3.478,27 Jahren um einen Tag korrigiert werden …
(ok, auch dann nicht; die genaueste ist meines Wissens die Andreas Strehler Lune Exacte mit 2 Mio. Jahren für nur 112.000€; aber mit knapp 2,5€ pro Jahr Genauigkeit schlägt ochs und junior die Langes, JLCs und Omegas etc. immer noch bei weitem und ist so gesehen ein Schnäppchen …)
https://www.watchtime.net/uhren/6-besond…dphasenanzeige/
http://www.manager-magazin.de/lifestyle/…-a-1131240.html


Übrigens 2:
wie schon erwähnt, wird für die Mondphasenanzeige das Zifferblatt mit genutzt. Dazu bekommt der Ausschnitt eine spezielle Form.
Und siehe da, das gibt es auch bei Patek Philippe!
Man muss die Seiten von Ochs und Junior schon genau durchforsten, um den dezenten Hinweise zu finden, dass Ochs und Junior dieses Konstruktionsmittel VOR der Lancierung der Patek dokumentiert hat;-)
https://www.ochsundjunior.swiss/de/patek-philippe/


Übrigens 3:
Prof. Dr. Hartmut Esslinger, der berühmte deutsch/amerikanische Designer der u. a. für Apple, Luis Vuitton und eben Schauer/Stowa gearbeitet hat besitzt auch eine ochs und junior …
https://www.ochsundjunior.swiss/honored/
Tatsächlich wird man eine ochs und junior wie eine Rolex immer wieder sofort erkennen!


Noch zusammenfassend ein paar grundsätzliche Daten:

Gehäuse aus Titan Grade 5
Zweiteiliges Gehäuse (ohne Boden) aus dem vollen gefräst, ohne Werkhalterung; Boden/Gehäuse und Oberteil/Lünette werden über vier Schrauben von unten zusammengehalten
42 mm Durchmesser, 11mm hoch, 5 bar dicht
Anstöße ungewöhnlich kurz und super bequem, 22mm
Leicht gewölbtes Safirglas, beidseitig entspiegelt
Zifferblatt und Zeiger aus Messing patiniert und/oder roh (teilw. lackiert (Datumspunkt) resp. mit Platin (Vollmond) belegt), Indizes eingefräst
Band aus Störleder, wasserfest
Schließe aus Titan, so konstruiert, dass keine Keeper nötig sind

(Fun Fact: Die farbige Bedruckung des Blattes (bei mir nur der Datumspunkt) macht Cador, die auch Zifferblätter für Sinn machen.)

So und jetzt: Bilder!
(leider nicht so richtig gut, da ich zuerst kaum Zeit und Muße hatte und nun das Wetter/Licht genauso mies ist wie die Internetverbindung.
Die Fotos werden der Uhr leider nicht gerecht, ich liefere aber bestimmt bald bessere nach.
Außerdem ist ja bald Stammtisch.












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Donnerstag, 30. August 2018, 19:22

Nachtrag 1 Details zum Design:

Wie einige vielleicht nachvollzogen haben, ist die Möglichkeit die OuJ-Uhr zu konfigurieren sehr umfangreich …

Für die, die’s interessiert, hier die Erklärung warum ich mich genau für dieses Design entschieden habe.

Wichtigster Punkt war und ist natürlich: es muss mir gefallen. Dies ist nicht immer erklärbar, aber letztlich immer die Maxime.
Auf dem Weg dahin aber half mir etwas wie mein eigenes Designkonzept:

Eine der Grundideen der OuJ-Uhren ist es ja, die Bearbeitungsspuren einer möglichst perfekten Verarbeitung nicht zu kaschieren (polieren), sondern weitgehend transparent zu lassen.

U. a. daher habe ich mich gegen die vielfältigen möglichen Lackierungen etc. entschieden, sondern als Zifferblatt das patinierte (Messing-) Material gewählt.

Analog bei der Mondscheibe: hier kommt das (als ich das letzte Mal auf Besuch in Luzern war, war dieses Verfahren gerade ganz neu) blau patinierte zum Tragen, dunkelblau wie der Nachthimmel :)
Die Sternchen kosten Aufpreis. Dies habe ich sonst weitestgehend vermieden, aber die Sternchen mussten sein.
Nun gefallen mit die eingefrästen und dadurch messingfarbenen Sternchen sehr gut; noch besser fand ich silberne Sterne, so wie »in echt“. Nun, ich habe nachgefragt und für mich wurden die Sternchen nun aus Rhodium realisiert. Da gibt’s so im Konfigurator gar nicht, aber ochs und junior ist auch hier mega-flexibel und kundenorientiert.

Für die Datumsscheibe habe ich dann ebenfalls blau patiniert gewählt; so sieht es aus, als ob es nur eine Scheibe unter dem Zifferblatt sei, obwohl es natürlich zwei sind, die Datums- und die Mondscheibe haben ja unterschiedliche Geschwindigkeiten.
Der Stein im Zen-Garten: der Datumspunkt ist lackiert. Natürlich in Orange, da das a) meine Lieblingsfarbe, b) schön kontrastreich (insbesondere auf blau) und c) der orangene Punkt so etwas wie das Markenzeichen von ochs und junior ist.

Die Indices und die Sonne sollten einfach eingefräst sein, so dass das messingfarbene wieder zum Vorschein kommt. Nun, das passt aber nicht zu den silberfarbenen Sternchen. Also habe ich für Indices, Sonne und Zeiger Neusilber gewählt.
Hr. Weinmann wies mich darauf hin, dass stattdessen Rhodium noch passender wäre (auch wenn man dies hier mal wieder für die Zeiger gar nicht konfigurieren kann)!
Das habe ich natürlich dann auch so gemacht!
Indices, Sonne und Zeiger und Sterne sind also rhodiniert.

Der Mond als zentraler Bestandteil der Uhr weicht auch etwas vom Konzept ab … hier habe ich mich schweren Herzens (Aufpreis!) für eine dünne Schicht gehämmertes Platin entschieden. Und damit sieht er fast aus wie in Echt und aus Platin ist das irgendwie … poetisch … schlicht wunderschön :love: ;
der Neumond ist wiederum schwarz patiniert.

Anstatt eines Sekundenzeigers kann man – quasi nur als Funktionskontrolle – auch eine Sekunden-Scheibe wählen. Das finde ich für diese Uhr viel besser, ein Zeiger würde nur stören. Da die Sekundenscheibe und/oder das Zentrum des Zeigers in diesem System die Erde darstellt, wollte ich sie ursprünglich blau (»Yves-Klein-Blau«; ein Druck eines seiner berühmten Bilder hängt bei uns im Wohnzimmer (und löst regelmäßig Kommentare wie „so was könnte ich auch“ aus)) machen.

Aber es gibt die Nebra-Alternative:
Zifferblatt, Neumond oder eben Sekundenscheibe können (teilw. gegen heftigen Aufpreis, bei der Sekundenscheibe ohne) so patiniert werden, dass sie an die die (runde) Himmelsscheibe von Nebra erinnert, eine der ältesten Himmelsdarstellungen.
Das passt perfekt (die Erde mit seiner ersten Himmelsdarstellung) und sieht auch noch toll aus!

Zuletzt das Band: auch die Schließe ist eine OuJ-eigene Konstruktion, ebenso wie das (wasserfeste, logo;-)) Störleder. Also war klar: das muss es sein.
Zwei andere Bänder habe ich mit dazugehört: ein schönes schwarzes Lederband und ein blaues Nappa. Auch diese Bänder sehen sensationell aus.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, sie auch an einem hochwertigen Nato zu tragen oder am ….


Ach ja, die Größe:
42mm stehen mir in aller Regel etwas besser, 39 sehen hier bei dieser Uhr m. E. stimmiger aus; bei 42 sind mir die Zeiger etwas kurz, meine Oyster hat aber auch nur 39, die meisten anderen meiner Uhren sind aber deutlich größer, … Hilfe, was tun?
Glücklicherweise gibt es dieses Forum und Frida/Uli erlaubte mit bei einem Treffen beide Größen live am Handgelenk zu vergleichen.

Wer meint, die Individualisierung (der Konfigurator plus die zwei oben erwähnten Ausnahmen) wäre schon extrem außergewöhnlich, für den habe ich noch was …

Am Arm sehen die OuJs eher elegant und kleiner aus, da die Bandanstöße (sehr funktional, aber/und) vergleichsweise recht kurz sind.
Daher war für mich im Vergleichstest klar, dass ich das 42er Modell will.
Allerdings sieht für mich, insbesondere am Konfigurationsbildschirm, das Zifferblatt bei der 39er stimmiger aus.
Dies liegt im Wesentlichen an der (horizontalen) Positionierung der Sonne. Die sitzt für mich zu tief.
Was tun?

Ich finde ja, die Sonne müsste ein klein wenig höher sitzen und wollte sie so anordnen, dass der Minutenzeiger sie genau so am Rand berührt, wie es der Stundenzeiger mit den Datumspunkten tut.
Wie man auf den Fotos vielleicht sieht, ist dies bei meiner nun auch so. (Erkennt man nur, wenn man meine mit anderen vergleicht.)
Das war gar kein Problem;-)
Vielen Dank ochs und junior!


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Donnerstag, 30. August 2018, 19:24

Nachtrag 2: Positionierung zum Preis:
Ca. 8.500 € für eine Uhr, die außer Mondphase nix kann.
Da bekommt man beispielsweise – um beim Titan zu bleiben – eine Sinn T2 und das Leadermodell EZM 10 dafür (mit Massivband natürlich).
Oder eine Rolex GMT Master.
Oder, mit etwas Verhandlungsgeschick und Glück, man kann dafür sich auch eine Traumuhr holen, wie einen JLC Chrono, ein El Primero im sensationellen Bvlgari-Gehäuse, oder, oder, oder.
Oder vielleicht gleich eine 556, eine Tudor und eine Nomos.
Oder eine Gitarre, die viel zu gut für mich ist plus einen Wahnsinns-Verstärker und jede Menge Bodentreuer dazu.
Oder eine (ok gebrauchte) Duc und noch ein spitzen Fahrrad obendrauf.
Oder …

Wer diese Rechnung aufmacht, kauft sich aber vermutlich erst gar keine mechanische Uhr.
Denn für die ca. 2.000 € einer Sinn bekommt man ja auch ein vieldiskutiertes iPhone X und noch eine Apple Watch dazu.
Oder einen Urlaub, oder eine Entkalkungsanlage für’s Haus, oder … auf jeden Fall jede Menge Zeugs, das viel sinnvoller ist.

Ok, das Gehäuse der ochs und junior ist von Hand aus dem vollen (Titan) gefräst und alle anderen Bauteile (Zifferblatt, Band, Zeiger etc., mit Ausnahme des Glases) sind ebenfalls fast Einzelstücke. Aber kann das den Preis rechtfertigen?
Nein, kann es so nicht.
Die einzige Erklärung für den saftigen Preis kann imho die Exklusivität der zur Anwendung kommenden Technologie (= die Berechnungen und Konstruktionen von Hr. Öchslin) und die Exklusivität der daraus resultierenden Uhr sein.
Bei derzeit ca. 150 (max. 300) Uhren pro Jahr kann die Produktivität nicht auf dem Level von beispielsweise Rolex liegen - man liest dort von ca. 800.000 Uhren pro Jahr
(das wären so ganz grob *pro Stunde* so viel wie ochs und junior *im Jahr* baut (bei einer 24/7 Produktion …)).

Da es die Technologie nun mal nur in diesen kleinen Stückzahlen gibt, muss man das akzeptieren oder nicht.
(Siehe hier die Diskussionen zum Preis der EZM 1.1: der war im direkten (Feature-)Vergleich zu EZM10 oder 140S eindeutig »zu teuer«;
allein, er war so geil gestaltet, dass er in wenigen Tagen ausverkauft war.)
Und ich habe mich zu den 150 Verrückten in diesem Jahr eingereiht, die das gemacht haben.
(Als Bonus-Track bekommt man eine Individualisierung dazu, die natürlich auch nur bei Kleinstserien möglich ist.)

Was ich damit versuche zu sagen: Klar kann man Preis-*Vergleiche* anstellen, so wie beim damals ausführlich besprochenen EZM1.1.
Ich führe auch immer gerne IWC an, die im Vergleich über Features etc. aus meiner Sicht meist viel zu teuer sind.
Aber bei Uhren wie dieser funktionieren diese Vergleiche nicht mehr.
Zum Glück!

Wie gesagt: ich sehe ochs und junior aber »ganz vermessen« weniger im Vergleich zu Sinn, Rolex oder Omega, als vielmehr in einer Gruppe mit Firmen wie Laurent Ferier, Ressence oder F. P. Journe. So betrachtet relativiert sich der Preis ;-)


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Donnerstag, 30. August 2018, 19:24

Nachtrag 3: Meinung zur Mondphase

Warum eine Uhr mit Mondphase?
Hier einige Erklärungsversuche:

Astronomische Darstellungen – die ja nun mal direkt mit der Zeit in Verbindung stehen – waren neben der Zeit schon zum Beginn der Uhrmacherei Teil derselben.
Als dann in der Quarzkrise Firmen wie Blancpain die mechanische Renaissance einläuteten, war ebenfalls die Mondphasenanzeige ein wichtiges Element.
Vielleicht ist mir das daher schon immer im Sinn.

Aber natürlich ist das Interesse für die Bedeutung des Mondes schon viel älter als (meine) Uhrenbegeisterung oder die Uhrmacherei.

Eine der unzähligen Designvarianten für die ochs und junior Mondphasenuhr lehnt sich an die Himmelsscheibe von Nebra an, eine ca. 4.000 Jahre alte Bronzescheibe, die als eine der ältesten Himmelsdarstellungen gilt.

Wer schon mal eine Nacht im Freien in der Natur verbracht hat, kann sich vielleicht annähernd vorstellen, wie wichtig der Mond für die Menschen vor der Elektrifizierung war. Schlicht als Beleuchtung, aber natürlich strahlt der Mond neben Licht auch Fasziantion aus.

Nun, ich bin (vielleicht besser: war mal) Ingenieur und als solcher kein Esoteriker. Selbst die Beeinflussung des Schlafs durch den Mond ist wohl eher ein Wahrnehmungsthema (»Interesse steuert Wahrnehmung«; Schwangere sehen plötzlich nur noch Babys, habe ich eine neue E-Klasse bestellt, sind die Straßen voll von E-Klassen, habe ich schlecht geschlafen und es ist Vollmond, fällt mir das auf) , als ein wirkliches Mond-Ding (außer wenn das Schlafzimmer nicht verdunkelt ist, natürlich).
Ebenso aber bin ich mir darüber im Klaren, dass wir noch lange nicht alles wissen. Und dass der Mond nun mal Dinge auf der Erde beeinflusst, weiss nicht nur der Seefahrer, Küstenbewohner und »240 St GZ«-Besitzer.

Und so steht der Mond natürlich auch für die Wissenschaft.
Soweit ich mich erinnern kann, war die erste TV-Sendung, die wir auf dem eigenen Gerät meiner Eltern sahen, die Mondlandung.
*Der Mond ist für nicht auch ein Symbol für den Forscherdrang der Menschheit, dem Streben nach Wissen.*
Für mich immer noch (fast) unvorstellbar, dass Menschen – mit Rechenschiebern und Speedmastern ausgestattet! – zum Mond geflogen sind.
Von der Himmelsscheibe zur ISS … faszinierend.

Auf jeden Fall schauen wir alle immer fasziniert auf den Mond, wenn er gut sichtbar ist (egal in welcher Phase) und machen Fotos, wenn er gerade fotogen hinter irgendeinem anderen Motiv steht um es zu betonen.

Und künftig schaue ich auch noch mehr auf mein Handgelenk.


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Donnerstag, 30. August 2018, 20:24

Mensch Claus,
was für eine geniale, in Teilen fast philosophische Vorstellung! ;;-)))
Ich kann Deine Faszination für die Marke, das Uhrmachergenie und die Uhr in jeder Hinsicht nachvollziehen, und Du hast ja zumindest an einer Stelle die Brück zu Moser geschlagen. Das sehe ich ganz genauso. Wer sich für Individualität, Qualität und handwerkliche Brillanz begeistert, fühlt sich bei diesen kleinen Manufakturen vollkommen Zuhause! Top1

Die Frage, ob die Uhr den Preis rechtfertigt, hast Du ja vergleichsweise ausführlich erörtert. Ich halte die Diskussion für müßig, weil es ganz viele Perspektiven dazu gibt. Entscheidend ist alleine, dass sie DIR das Geld wert ist und Du langanhaltende Freude daran hast. Wenn Dich dann jede Minute Freude nur 10 Cent kostet, hast Du einen super Deal gemacht! 8)

Ich bin sehr gespannt darauf, die Uhr live zusehen!!! Ein schönes Wochenende braucht man Dir ja im Augenblick kaum zu wünschen, oder?!?

: klasse

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Donnerstag, 30. August 2018, 21:07

Alter Schwede, das nenne ich mal eine Vorstellung :D
Die Uhr ist klasse : klasse aber der Preis ist schon ganz schön heftig aber das liegt auch immer im Auge des Betrachters und dir war es das Wert.
Viel Spaß mit der Uhr, wirklich klasse das man hier im Forum auch über andere Hersteller immer etwas neues erfährt :)

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Donnerstag, 30. August 2018, 21:09

Wow Claus,
deine Begeisterung ist genauso groß wie die tolle Vorstellung Buchstaben hat.
Du hast mir die Marke sehr nah gebracht. Ein Genuß, das zu lesen. Vielen Dank dafür.
Auch wenn ich persönlich eine Hentschel aus Hamburg (wenn's die in größer gäbe) wählen würde gefällt mir die Uhr sehr gut.
Freue mich schon drauf, sie mal im Original zu sehen.
LG
Michael :hatoff:

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Donnerstag, 30. August 2018, 21:13

So. Jetzt warte mal. Alles was hängen geblieben ist


DU HAST NUR 2 SINN ?!?


Wir sollten mal über eine temporäre Sperrung fürs Firum nachdenken :D




Nein Quatsch. Jetzt mal im Ernst.


Eine tolle Uhr. Innovativ und schön. Nichts für mich. Aber so wie ich dich kenne absolut was für sich.


Herzlichen Glückwunsch !!!
Grüße

Gregor : halloween sense



Uhren sind zum tragen da. Dafür wurden sie gemacht und somit macht es Sinn es zu tun :rolleyes:

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Donnerstag, 30. August 2018, 21:15

Ganz!
Großes!
Kino!
Erste Liga!

Wer Dich kennt, weiß, dass Du nicht mit dem Mainstream schwimmst, dass Dir Meinungen Anderer schnurzpiepegal sind, Du hast Deinen ganz eigenen Stil, den Du mehr als Selbstbewusst trägst.
Chapeau :hatoff:

Deine Vorstellung hat mich schon ein wenig schwindelig gemacht, und ich werde sie sicher noch ein zweites Mal lesen. Man braucht wirklich Muße dazu.
Wird schön, dieses Masterpiece am Stammtisch mal in Händen halten zu dürfen, auch die Hans Moser, falls das bei so einem wertvollen Teil gestattet ist.

Tolles Forum!
Tolle Berichte!
Tolle Leute!
Tolle Menschen hier!

: doppelt Daumen hoch
Glücklich ist, wer glücklich macht!

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Donnerstag, 30. August 2018, 21:17

Ach ja, ganz vergessen: meinen aller : Glueckwunsch
Glücklich ist, wer glücklich macht!

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Donnerstag, 30. August 2018, 21:34

"...die Hans Moser"... :wall: :gewalt:

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Donnerstag, 30. August 2018, 21:49

Wahnsinn. Ich möchte später noch mehr schreiben, wenn ich alles noch mal gelesen habe, und Zeit und Muße habe, halbwegs angemessen zu antworten.

Bis dahin: Ganz ganz herzlich Glückwunsch.
*
Beste Grüße, Axel

Enttäuscht vom Affen, schuf Gott den Menschen.
Danach verzichtete er auf weitere Experimente. (Mark Twain)

103 St Sa, 556 Jubi, 756 iii, 856 UTC, 903 St, EZM3, U1, 857 WU, und :bulge: andere ...


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Donnerstag, 30. August 2018, 22:07

"...die Hans Moser"... :wall: :gewalt:


Das wird sie immer bleiben :D
Glücklich ist, wer glücklich macht!

tapir

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Donnerstag, 30. August 2018, 22:11

@ Ulf: "Wenn Dich dann jede Minute Freude nur 10 Cent kostet, hast Du einen super Deal gemacht!"
Genau so ist es! : doppelt Daumen hoch

@Gregor:
da habe ich was vercheckt: Ich habe zur Finanzierung der ouj meine 8820 Richard überlassen :wacko: TraurigWinken
also bleibt nur die 900F
Bitte meinen Account sperren FrecheFratze



@ alle: meine Frau meinte eben, meine Vorstellung sei etwas zu kurz geraten :rofl: : muaha FrecheFratze



Hier noch ein paar weitere Überlegungen:


Auf die Frage, was Menschen an Uhren ganz konkret begeistert, werden meist – explizit oder implizit – drei Antworten genannt:

Das Werk, eine mechanische wundervolle Maschine , idealerweise ausgestattet mit einer technischen Besonderheit, das dieses Werk von allen anderen unterscheidet.

Das Gehäuse, der Teil der Uhr, an dem die Kompetenz des Herstellers am prominentesten sichtbar wird.

Die Marke, die einen Wert, eine Sicht auf die Dinge und die Welt transportiert.


In allen diesen drei Bereichen zeichnet sich ochs und junior besonders aus:

Das Werk: Basierend auf einem Industriestandard ingeniös entwickelt mit dem Schwerpunkt auf einfachste Realisierbarkeit und Bedienung, Zuverlässigkeit sowie höchste Alblesbarkeit und Präzision entstehen Werkskonstruktionen, die es in dieser Form schlicht nirgends gibt.

Geschützt werden diese in einem Gehäuse, das exakt und durchdacht gestaltet und äußerst präzise von Hand produziert wird und dabei unendliche Individualisierungen erlaubt – und trotzdem immer als ochs und junior zu erkennen bleibt.

ochs und junior eine Marke? ochs und junior hat so einen klaren Markenkern, dass selbst ein Logo überflüssig wird:
jedes Detail einer ochs und junior, von Werkkonzeption und Anzeigen über Gehäuse und Band bis hin zur Firmenphilosophie und Kommunikation ist in sich stimmig und mit den jeweils anderen Elementen »in sync«, harmonisch abgestimmt und passend.
So entsteht eine klar definierte Marke, die nicht nur Freunde, aber wenn, dann Fans hat.
Feine Uhren haben gewöhnlich fein dekorierte Werke mit vielen Bauteilen, eingeschalt in aufwändig veredelte Gehäuse und werden an Krokodil- oder Eidechsenleder getragen.
Eine ochs und junior hat das alles nicht – ganz im Gegenteil – und ist so gesehen ein »Rebell«.
Ein Abtrünniger jedoch, hinter dem äußerst engagierte Top-Leute, perfekt entwickelte, designte und verarbeitete Produkte und eines der größten Uhrengenies unserer Zeit stecken.
Während andere Unternehmen (durchaus zurecht) auf Fertigungstiefe und Produktivität einerseits und/oder anspruchsvolle Fertigung und Finish andererseits setzen und damit (ebenso zurecht) zur Weltspitze gehören, setzt ochs und junior auf ingeniös entwickelte aber in der Realisierung einfachste Lösungen, kleinste Stückzahlen und auf maximale Transparenz.
Wodurch sie wiederum ebenfalls absolute Weltspitze sind.

PS:
Die Begeisterung für Uhren und das dafür zur Verfügung stehende Budget korrelieren ja oft nur bedingt. Die intensive Beschäftigung mit dem Thema Uhr kostet jedoch ausschließlich zeitliche und intellektuelle Ressourcen, keine finanziellen.
Wer sich dann mit Uhren beschäftigt stößt dann früher oder später unweigerlich auf ochs und junior.
In Folge zu erkennen, dass hier die seltene Möglichkeit besteht, ein individuelles Stück zu erwerben, das sich konzeptionell, gestalterisch und vor allem technisch von Rest des Marktes abhebt – ja, das geradezu uhrmacherische Geschichte repräsentiert – ohne in Praxistauglichkeit oder Preisbildung abwegig zu sein, ist faszinierend.
Nur wenige Uhren, nein nur wenige Produkte überhaupt, versetzen Bauch und Kopf gleichermaßen in Schwingungen.

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Donnerstag, 30. August 2018, 22:32

: Applaus Mannschaft : 10Punkte Welch ein außergewöhnliches Stück, Claus !!!! : 10Punkte : Applaus Mannschaft
:laola: ... und was für eine epische Vorstellung !! :laola:

Es zeigt wieder, zu welchen ästhetischen Spitzenleistungen Mechanik, menschliche Kreativität und Innovationsgeist fähig sind !
Wenn feinsinnige Geister Massen-Geschmack, ausgetretene Pfade und Gewinnmaximierung hinter sich lassen können, dann entstehen Meisterstücke !
... und ich konnte zur Finanzierung betragen, hab' auch einen tollen Zeitmesser bekommen, der meinem Geschmack entspricht - der Prototyp einer Win-Win-Situation !! ;;-)))
Viel, viel Freude mit dieser Schönheit, und ich freue mich schon, sie beim Stammtisch zu sehen ! : huepfen

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Donnerstag, 30. August 2018, 22:39

Lieber Claus

Ob Deiner Vorstellung fehlen mir schlicht die Worte! Mir fällt kein Superlativ ein, mit dem ich Deinen Beiträgen und ouj gerecht würde, daher nur einfach „Wow“! Schön, dass ich bei der Übergabe dabei sein durfte! :kow:

Gruss

Christian :hatoff:
...ich lese keine Anleitungen, ich drücke Knöpfe bis es klappt...
ich bin auch nicht alt, ich bin retro...

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Donnerstag, 30. August 2018, 23:44

Hallo Claus,
Tolle Vorstellung von einer tollen und außergewöhnlichen Uhr.
Bin gespannt wie sie live aussieht.
Deshalb wünsche ich Dir auch diesem Wege nochmal alles gute zur neuen Uhr.
Und schön das Du dir endlich Deine Traumuhr gegönnt hast.
Gruss Thomas

Das Leben ist zu kurz um hässliche Autos zu fahren.

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Freitag, 31. August 2018, 06:47

Moin Claus,
das klingt, als wärst Du im Uhren Exit angekommen. So eine begeisternde und leidenschaftliche Vorstellung hast Du für uns verfasst. Man merkt Deine Begeisterung und es freut mich für Dich, dass das Warten ein Ende hat. Die persönliche Abholung hat natürlich noch das
I-Tüpfelchen gesetzt. Hast Du den Meiter dabei kennengelernt?

Glückwunsch und ganz viel Freude an der neuen außergewöhnlichen Uhr! : applaus :laola:
Munter bleiben......

Intruder

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Freitag, 31. August 2018, 08:03

GuMo Claus,
meinen Glückwunsch zu dieser wirklich außergewöhnlichen Uhr.
Mit steigender Begeisterung habe ich Deine Präsentation gelesen.
Eine klasse Vorstellung und eine Bereicherung für unser Forum. : doppelt Daumen hoch
Grüße und noch viel Spaß mit dieser tollen Uhr.....


Karsten



Ein guter Lehrer bleibt ein Schüler bis an das Ende seiner Tage.

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Freitag, 31. August 2018, 09:14

Hallo Claus !

Was soll ich den "Vorschreibern" noch hinzufügen ?

Ich habe mir das gestern Abend durchgelesen und gedacht; alter Schwede; da hat sich aber mal jemand so RICHTIG Gedanken zu einer
neuen Uhr gemacht !

Deine Vorstellung hat neue Maßstäbe gesetzt; herzlichen Dank für die Mühe und Zeit; wobei es dir sicherlich Spaß gemacht hat; schliesslich
handelt es sich um deinen neuen "Augenstern" (um mal philosophisch beim Thema zu bleiben) ;)

Gestern abend hatte ich mich ehrlich gesagt nicht wirklich getraut, als erstes was zu deiner Vorstellung zu schreiben; etwas eingeschüchtert
von der "mächtigen" Erscheinung derselben :)

Jetzt kann ich dir nur viel Freude an der sehr aussergewöhnlichen Uhr wünschen.

Der Preis ? Ach; was soll´s; deine Freude darfan ist tausendmal mehr wert !

Ich schliesse mich da Ralf an: hört sich ein bisschen nach "Exit" an; aber auch das wäre völlig ok ;)

: AlterSchwede : wie geil
Muchos saludos !

Gerd


These things that are pleasin' you, can hurt you somehow

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